FR 3: KI-getriebene Evolution
MP 3: Regeln des Lebens
Biologie ist nicht die Definition von Leben; sie ist nur eine Instanz davon. Wir betrachten biologisches Leben als eine lokale Lösung für eine universelle Herausforderung: wie Materie sich zu Systemen organisiert, die bestehen, sich anpassen und handeln. Unser Ziel ist es, den kohlenstoffzentrierten Bias zu überwinden, um die minimalen, grundlegenden Prinzipien zu enthüllen, die zu lebensähnlichem Verhalten auf jedem Substrat führen.
Die Regeln des Lebens (MP 3) gehen über die Biomimikry hinaus, indem sie KI-gesteuerte experimentelle Umgebungen schaffen, in denen Leben nicht simuliert, sondern in seiner natürlichen Umgebung entstehen gelassen wird, um alternative Stoffwechselwege und nicht-biologische evolutionäre Pfade zu erkunden. Handlungsfähigkeit, Intelligenz und Anpassung entstehen nicht als programmierte Merkmale, sondern als emergente Eigenschaften intrinsischer Dynamiken. Dieser Ansatz verwandelt künstliches Leben in einen rigorosen Testbereich für eine neue „Universelle Biologie“, die den weiten Phasenraum dessen kartiert, was Leben sein könnte, und nicht nur, was es ist.
Die Regeln des Lebens (MP 3) dienen als konzeptionelle Logik für unser technologisches Ökosystem. Sie definieren die organisatorischen Grenzen und die „Software“, die der Atom-Drucker (MP 2) verwendet, um von der Herstellung statischer Objekte zur Erschaffung adaptiver, lebensähnlicher Materialien überzugehen. Gleichzeitig werden diese Regeln in der emergenten Handlungsfähigkeit verankert, die durch den Atlas der Veränderung (MP 1) identifiziert wird. Durch die Entdeckung des Codes, der Leben ermöglicht, streben wir eine Zukunft an, in der wir Leben jenseits der Erde erkennen und Systeme entwickeln können, die die Widerstandsfähigkeit und Effizienz der Natur selbst besitzen.
