Zwei Preise auf der European Microwave Week

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Bei der „European Microwave Week“ in London gewannen Francesca Schenkel und Tobias T. Braun zwei besondere Awards.

Die „European Microwave Week“ ist eine der wichtigsten wissenschaftlichen Konferenzen für Hochfrequenztechnik, Radartechnik und Hochfrequenzelektronik. Nachdem die Veranstaltung 2020 pandemie-bedingt online durchgeführt wurde, konnte jetzt nach über zwei Jahren Pause die erste Konferenz wieder in Präsenz stattfinden. Anfang April 2022 wurde in London nun die 2021er-Version nachgeholt und hat für die Ruhr-Universität Bochum gleich zwei besondere Awards gebracht.

Die „European Microwave Week“ ist nicht einfach nur eine einzelne Konferenz, sondern gleich eine ganze Woche bestehend aus drei Konferenzen: Der „European Microwave Integrated Circuits Conference (EuMIC)“, „European Microwave Conference (EuMC)“ und „European Radar Conference (EuRAD)“ sowie einer begleitenden Industrieausstellung. Trotz der weiterhin angespannten pandemischen Lage konnten sich so vom 2. – 7. April 2022 insgesamt 2800 Besucher über alle Neuigkeiten rund um die Hochfrequenztechnik informieren. Hierzu wurden insgesamt 760 Artikel für die Konferenzen eingereicht. Die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik war hier sehr gut vertreten. Die Lehrstühle für „Elektronische Schaltungstechnik“, „Hochfrequenztechnik“ und „Integrierte Systeme“ haben ihre Forschungsarbeiten dem interessierten Publikum in insgesamt 14 begutachteten Konferenzbeiträgen vorgestellt. Auf besonderes Interesse sind hierbei zwei Beiträge gestoßen und wurden mit Preisen ausgezeichnet, so dass schlussendlich zwei der insgesamt sechs vergebenen Konferenz-Preise nach Bochum gingen.

Tobias Braun vom Lehrstuhl für Integrierte Systeme hat seine Forschungsarbeiten zum Thema „A Low Phase Noise Phase-Locked Loop with Short Settling Times for Automotive Radar“ vorgestellt, welche er zusammen mit den Co-Autoren Marcel van Delden, Christian Bredendiek, Jan Schöpfel und Nils Pohl durchgeführt hatte. Mit seinen Forschungsarbeiten und dem Vortrag konnte er die Preis-Jury so sehr überzeugen, dass er mit dem Young Engineer Prize auf der EuMIC ausgezeichnet wurde. Die Würdigung der Gutachter ist hierbei: „Er hat die Herausforderung, sowohl ein geringes Phasenrauschen als auch eine niedrige Einschwingzeit für Automobil-Radare zu erreichen, klar umrissen und erklärt, wie das Design beide Herausforderungen meistert.“ (Übersetzt aus dem Englischen.) Der Preis ist verbunden mit einem Preisgeld von 2000€, einer kostenlosen Mitgliedschaft in der European Microwave Association und einem kostenlosen Besuch der nächsten EuMIC.

Auf der EuRAD hat Francesca Schenkel vom Lehrstuhl für Hochfrequenzsysteme ihre Arbeiten zum Thema „Plasma State Supervision Utilizing 140 GHz Radar Measurements“ vorgestellt. Nach einem gelungenen Vortrag äußerte sich das große Interesse des Publikums an dem neuartigen, präsentierten Messprinzip in den anschließenden Fragen.  Sie konnte neben dem Publikum auch die Fachgutachter von ihrer Arbeit begeistern und so wurde sie zusammen mit den Co-Autoren Christian Schulz, Christoph Baer und Ilona Rolfes mit dem Conferenze Prize für den besten Beitrag der EuRAD ausgezeichnet.  Als Würdigung wurde hierbei hervorgehoben: „Dies war ein großartiger Beitrag, der die Grundlagenforschung im Bereich der Plasmasensorik beschreibt, einem sich entwickelnden Bereich der Radaranwendung, in dem wertvolle neue Phänomene entdeckt wurden.“ (Übersetzt aus dem Englischen.) Der Preis ist verbunden mit einem Preisgeld von 3000€, einer kostenlosen Mitgliedschaft in der European Microwave Association und einem kostenlosen Besuch der nächsten EuRAD.

Mehr zur European Microwave Week unter: https://www.eumw2021.com/

Francesca Schenkel gewann in London den EuRAD Preis, Tobias T. Braun gewann den EuMIC Young Engineer Preis. (© RUB/Zeitel)
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