Smart­Wind

Erstellt von Lara Kris­tin Zei­tel | |   Aktuelle Meldungen

- ein Pro­jekt für einen ge­rin­ge­ren CO2-Aus­stoß mit­hil­fe von Wind­parks

So­wohl an Land, als auch auf See wer­den in Deutsch­land fort­wäh­rend neue und immer grö­ße­re Wind­parks er­rich­tet. Auch in­ter­na­tio­nal ge­winnt die Wind­ener­gie wei­ter an Be­deu­tung. Den­noch be­schäf­tigt vor allem ein Thema: die mög­li­che Re­duk­ti­on des CO2-Aus­sto­ßes bei der elek­tri­schen En­er­gie­ver­sor­gung und die Frage, in­wie­fern dies mit­hil­fe der Wind­ener­gie um­ge­setzt wer­den kann. Neben dem dafür wich­ti­gen En­er­gie­er­trag von Wind­parks rü­cken auch die Kos­ten wäh­rend des Be­triebs und die War­tung zu­neh­mend in den Mit­tel­punkt. Das Pro­jekt „Smart­Wind“ soll den Be­trieb und die War­tung von Wind­parks ef­fi­zi­en­ter und zu­ver­läs­si­ger ge­stal­ten.

In einem in­ter­na­tio­na­len Kon­sor­ti­um wird dazu ein KI-ge­stütz­tes „mul­ti-kri­te­ri­el­les Ent­schei­dungs­un­ter­stüt­zungs­sys­tem“ ent­wi­ckelt, das sämt­li­che re­le­van­ten Pa­ra­me­ter und Mess­da­ten in­ner­halb des Wind­parks bün­delt und auf­be­rei­tet. Das Pro­jekt­vor­ha­ben wurde be­reits mit dem Eu­ro­gia 2020-La­bel aus­ge­zeich­net, wel­ches in­no­va­ti­ve in­ter­na­tio­na­le Ver­bund­vor­ha­ben zur Re­duk­ti­on des CO2-Aus­sto­ßes un­ter­stützt. Das deut­sche Teil­vor­ha­ben des Pro­jek­tes Smart­Wind mit dem Titel „Kon­zi­pie­rung und Rea­li­sie­rung KI-ge­stütz­ter Wind­park­be­triebs­füh­rung und ak­ti­ver Nach­lauf­re­ge­lung“ wird zudem vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und En­er­gie ge­för­dert.

Das in­ter­na­tio­na­le Kon­sor­ti­um unter der Lei­tung des KMU En­for­ma setzt sich ins­ge­samt zu­sam­men aus den ITC-Un­ter­neh­men Iso­trol, En­for­ma und Netas, dem Wink­park­be­trei­ber Zorlu En­er­ji sowie der RUB und Tec­na­lia als Part­ner aus dem Be­reich For­schung und Ent­wick­lung.

Prof. C. Sourk­ou­nis vom Lehr­stuhl für En­er­gie­sys­tem­tech­nik und Leis­tungs­me­cha­tro­nik der Ruhr-Uni­ver­si­tät Bo­chum er­klärt die Vor­tei­le des Pro­jek­tes: „In Smart­Wind kön­nen wir die Mög­lich­kei­ten von Al­go­rith­men künst­li­cher In­tel­li­genz zur Op­ti­mie­rung des Wind­park­ma­nage­ments aus­schöp­fen. Das Be­son­de­re an die­sem Pro­jekt ist dabei die enge Ver­knüp­fung von For­schung und di­rek­ter An­wen­dung - so kön­nen wir die Er­geb­nis­se aus der Theo­rie in un­se­rem Labor und an­schlie­ßend im Feld an einem Test­wind­park des Part­ners Zorlu En­er­ji tes­ten.“

Mit­hil­fe mo­der­ner Al­go­rith­men Künst­li­cher In­tel­li­genz kön­nen au­ßer­dem an­ste­hen­de Kom­po­nen­ten­aus­fäl­le er­kannt und dem­ent­spre­chend re­agiert wer­den. Zum Bei­spiel kön­nen die Be­triebs­wei­se, War­tungs­in­ter­val­le und die Be­triebs­füh­rung der Ein­zel­an­la­gen an­ge­passt oder ab­ge­stimmt wer­den. So kön­nen ae­ro­dy­na­mi­sche Wech­sel­wir­kun­gen durch den Nach­lauf und elek­tri­sche Wech­sel­wir­kun­gen durch den ge­mein­sa­men Netz­an­schluss ver­rin­gert wer­den.

Mehr Infos zum Pro­jekt "Smart­Wind" fin­den Sie auf der zu­ge­hö­ri­gen Web­site unter https://smart-wind.​eu/​.