Ein vermeintlich unlösbares Problem

Erstellt von Lara Kris­tin Zei­tel | |   Aktuelle Meldungen

Ob die heute ein­ge­setz­ten Ver­fah­ren zur Da­ten­über­tra­gung wirk­lich si­cher sind, er­forscht Eike Kiltz vom Lehr­stuhl für Kryp­to­lo­gie und IT-Si­cher­heit des Horst Görtz In­sti­tuts (HGI).

Stel­len sich je­doch die Fra­gen: Kann man ma­the­ma­tisch be­wei­sen, dass die in mo­der­nen Web­brow­sern ein­ge­setz­ten Ver­schlüs­se­lungs­ver­fah­ren zur si­che­ren Da­ten­über­tra­gung wirk­lich si­cher sind? Kön­nen wir zei­gen, dass man zum Ent­schlüs­seln der Daten selbst mit dem schnells­ten Com­pu­ter meh­re­re Mil­li­ar­den Jahre be­nö­ti­gen würde? Nach dem heu­ti­gen Stand der For­schung: lei­der nein. Ein sol­cher Be­weis hätte dra­ma­ti­sche Kon­se­quen­zen zur Folge. Er würde näm­lich das be­rühm­te P-NP-Pro­blem lösen, wel­ches auf der Liste der sie­ben un­ge­lös­ten Pro­ble­me der Ma­the­ma­tik steht, die das Clay Ma­the­ma­tics In­sti­tu­te im Jahr 2000 ver­öf­fent­licht hat. Das In­sti­tut hat für die Lö­sung eines die­ser Pro­ble­me ein Preis­geld von je­weils einer Mil­li­on US-Dol­lar aus­ge­lobt. So­lan­ge das P-NP-Pro­blem nicht ge­löst ist, führt man die Si­cher­heit der Ver­schlüs­se­lungs­ver­fah­ren auf die Schwie­rig­keit des Lö­sens eines gut ver­stan­de­nen ma­the­ma­ti­schen Rät­sels zu­rück. Man be­weist zum Bei­spiel, dass das Ent­schlüs­seln der Daten min­des­tens so schwie­rig ist wie das Zer­le­gen einer gro­ßen Zahl in ihre Prim­fak­to­ren. Wei­te­re Infos zum Thema gibt es im News­por­tal der RUB unter http://​news.​rub.​de/​wissenschaft/​2018-03-28-mathematik-ein-vermeintlich-unloesbares-problem. (Foto: RUB/Gor­cz­any)