1. De­ka­nats­ge­schäfts­füh­rer

Erstellt von Meike Klinck | |   Alumni | rub50JubiläumAlumni

Da­mals in der Fa­kul­tät...

Wis­sen Sie, wer der erste Ge­schäfts­füh­rer im De­ka­nat war? In un­se­rem No­vem­ber-Bei­trag der Serie „Da­mals in der Fa­kul­tät“ lesen Sie die Ant­wort.

Dr.-Ing. Jörg Al­brecht war der erste De­ka­nats­ge­schäfts­füh­rer der Fa­kul­tät. Wie in der Fa­kul­täts­ver­wal­tung alles be­gann er­zählt er im Ge­spräch mit Ja­ni­ne Bru­der.

Wann wur­den Sie Ge­schäfts­füh­rer im De­ka­nat?

„Ich wurde am 5. Mai 1975 zum Aka­de­mi­schen Rat er­nannt. Das war die da­ma­li­ge Be­zeich­nung für den heu­ti­gen De­ka­nats­ge­schäfts­füh­rer.“

Wie wur­den Sie auf die Stel­le auf­merk­sam?

„Das ist eine län­ge­re Ge­schich­te: Ich kam im April 1972 als frisch­ge­ba­cke­ner Di­plo­min­ge­nieur in die Ar­beits­grup­pe von Pro­fes­sor Neu­mann, um hier zu pro­mo­vie­ren. Der Zu­fall woll­te es, dass Pro­fes­sor Neu­mann im Stu­di­en­jahr 1972/73 zum Dekan ge­wählt wurde. Da das De­ka­nat da­mals nur mit einer Sach­be­ar­bei­te­rin und einer Hilfs­ar­bei­te­rin aus­ge­stat­tet war, nahm der Dekan sei­nen jüngs­ten As­sis­ten­ten zur Ent­las­tung mit. Of­fen­bar mach­te ich meine Sache gut, denn der nächs­te Dekan, Pro­fes­sor Bosch, bat Pro­fes­sor Neu­mann, mich wei­ter im De­ka­nat be­hal­ten zu dür­fen. Die Fa­kul­tät stell­te dann 1973 die Stel­le eines Aka­de­mi­schen Rats für das De­ka­nat zur Ver­fü­gung. Die Aus­schrei­bung ergab zwar meh­re­re Be­wer­bun­gen, die je­doch alle im Sande ver­lie­fen. Ich hatte mich na­tür­lich nicht be­wor­ben, weil ich ei­gent­lich nur pro­mo­vie­ren woll­te. Nach­dem die Aus­schrei­bung ge­platzt war, mein­te Pro­fes­sor Knel­ler, einer der Grün­dungs­vä­ter der Fa­kul­tät: 'Warum in die Ferne schwei­fen? Wir haben doch je­man­den, der die Sache gut macht.' So wurde mir die Stel­le an­ge­bo­ten und nach ei­ni­gem Zö­gern sagte ich zu."

Sie sind dem De­ka­nat bis zu Ihrer Pen­sio­nie­rung im Jahr 2009 treu ge­blie­ben. Haben sich die Auf­ga­ben­be­rei­che im Laufe der Jahre ver­än­dert?

„Vorab möch­te ich kurz er­wäh­nen, dass ich zwar 2009 for­mal pen­sio­niert wurde, je­doch 2006 per Al­ters­teil­zeit aus­ge­schie­den bin. Nun zur ei­gent­li­chen Frage: Die Kon­struk­ti­on eines Aka­de­mi­schen Rats in der Fa­kul­täts­zen­tra­le war 1975 ein­zig­ar­tig an der RUB. Un­se­re Fa­kul­tät be­trat Neu­land, und so form­te sich mit der Zeit das Ver­ant­wor­tungs­feld die­ser Po­si­ti­on her­aus. Zu­sam­men­fas­send ge­sagt zäh­len tech­ni­schen Lei­tungs­auf­ga­ben, Auf­ga­ben der Wis­sen­schafts­ver­wal­tung sowie fa­kul­täts­zen­tra­le Or­ga­ni­sa­ti­ons- und Ko­or­di­nie­rungs­auf­ga­ben dazu. Der De­ka­nats­ge­schäfts­füh­rer ist in einer Per­son De­zer­nent für Stu­di­um und Lehre, für Haus­halts- und Struk­tur­an­ge­le­gen­hei­ten und für Wis­sen­schaft und For­schung.“

Wel­ches Er­eig­nis ist Ihnen in be­son­ders guter Er­in­ne­rung ge­blie­ben?

„In den 34 Jah­ren an der Fa­kul­tät gab es viele schö­ne Er­eig­nis­se. Be­son­ders her­vor­he­ben möch­te ich die seit 1994 statt­fin­den­den Ab­sol­ven­ten­fei­ern. Wenn ich vor einem vol­len Hör­saal stand und die fri­schen Ab­sol­ven­ten, deren El­tern und Freun­de be­grüß­te, wuss­te ich jedes Mal wie­der, wes­halb ich so lange an mei­ner Fa­kul­tät ge­blie­ben bin.“

Was wün­schen Sie der Fa­kul­tät für die Zu­kunft?

„Ganz ein­fach: Dass Herr Gro­sche der Fa­kul­tät noch lange er­hal­ten bleibt.“